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News Car Division 2011

13.04.2011

febi Team schult Meisterklasse

Für frischen Praxiswind an Deutschlands bester Berufsschule

Die Wilhelm-Maybach-Schule in Stuttgart - Bad Cannstatt ging im Herbst 2010 als Sieger der „Großen“ aus dem Wettbewerb der Vogel-Ausbildungsmedien um den Titel der „Besten Berufsschule“ für das Kfz-Gewerbe hervor. Tatsächlich müssen große Maßstäbe angelegt werden, wenn es um die Qualität dieser Bildungsstätte geht: Rund 30 Lehrer unterrichten  800 Auszubildende in den Berufen rund um das Auto (insgesamt sind es 2.000 Schüler): Kraftfahrzeugmechatroniker, Kraftfahrzeugmechaniker, Berufskollegiat/-in Kfz-Technik und Automobilkaufmann sowie Weiterbildungen zum Techniker und Meister. In fünf Lehrwerkstätten stehen den Schülern eine hochmoderne Reparatur- und Diagnoseausstattung sowie an die 70 Autos zur Fehlersuche und –behebung zur Verfügung, darunter auch Rennwagen, zwei Porsche, ein 7er BMW und bald ein Porsche Cayenne Hybrid. Eine Ausbildungsstätte par excellence!

Umso mehr freute sich das febi Team der technischen Berater um Jörg Zimmermann und Tilo Möckel, als der engagierte Berufsschullehrer Karl-Heinz Franz sie einlud, am 3.3.2011 eine praxisorientierte Schulung über das Fahrwerk zu halten. Der gelernte Kfz-Meister unterrichtet seit 30 Jahren und vermittelt jungen Menschen die eigene Begeisterung für das Kfz-Handwerk. Die aktuelle Meisterklasse hat er zum Januar dieses Jahres übernommen. Der Unterricht erfolgt in Vollzeit über einen Zeitraum von einem Jahr. Die jungen Kfz-Leute werden für diese Zeit häufig von ihren Betrieben freigestellt, um sich ganz dem Unterricht widmen zu können. Franz ist Bereichsleiter der Sparte Fahrzeugtechnik an der Bad Cannstatter Maybach-Schule, die neben der Kfz-Technik von den Abteilungen Metall- und Gießereitechnik geprägt wird und seit diesem Jahr auch ein technisches Gymnasium beheimatet: „Wir bieten Kfz-Mechanikern verschiedene Möglichkeiten, hier ihren Meister zu machen: In Vollzeit, Teilzeit  oder in Abendkursen, die über einen Zeitraum von anderthalb Jahren verlaufen. Absolviert werden müssen in jedem Fall vier Module: Kfz-Theorie und –praxis, Wirtschaft sowie Berufs- und Arbeitspädagogik.“

Obwohl in punkto Ausstattung und Lehre so professionell aufgestellt, gelang es den technischen Beratern von febi, die angehenden Meister für Fahrwerksprobleme aus dem Alltag deutscher Werkstätten zu interessieren. Besonders die Beispiele, wo es um Möglichkeiten ging, bares Geld zu sparen, stießen auf Interesse, plant doch manch einer schon den Schritt in die Selbstständigkeit nach der erfolgreich bestandenen Meisterprüfung.

In dem theoretischen Teil ihrer Fahrwerksschulung gingen Jörg Zimmermann und Tilo Möckel auf Achsgeometrie, Diagnose, Bauteile und ihre Aufgaben sowie auf technische Änderungen ein.  Dass z.B. zahlreiche Fahrzeuge auf identischen Plattformen basieren, war nicht allen Meisterschülern bekannt. Ein prominentes Beispiel hierfür sind VW Golf, Bora und New Beetle, Audi TT, Audi A3, Skoda Octavia und Seat Leon, die allesamt auf der Plattform PQ 34 basieren. Zwei weniger bekannte Fälle mit gemeinsamen Plattformen sind Mitsubishi Colt VI, Smart Forfour, Subaru Traviq und Opel Zafira sowie Suzuki SX4, Fiat Sedici, Opel Corsa D und Fiat Grande Punto. Das Wissen um diese Zusammenhänge kann einen Wissenstransfer bei der Reparatur bestimmter Fahrzeugtypen auf andere sowie Einsparpotenziale bei der Bevorratung von Teilen für diese Fahrzeuge bedeuten.

Aus dem Effeff beherrschten die Schüler von Franz‘ Meisterklasse theoretische Basics wie Spur, Sturz, Spreizung, Nachlauf und die Benennung einzelner Fahrwerkskomponenten. Neues erfuhren sie hingegen aus zahlreichen Beispielen von Schadensfällen an Fahrwerksteilen, die Jörg Zimmermann und Tilo Möckel von ihren täglichen Besuchen in deutschen Werkstätten mitbrachten. Das Wissen, das febi auf diese Art sammelt und systematisiert, mündet in den Verkauf von kompletten Reparatursets für die Werkstatt (febi ProKits) sowie in die Aufbereitung professioneller Werkstatt-Tipps für Austausch und Reparatur.

 

Bei einer praktischen Demonstration in einer der Maybach-Lehrwerkstätten stellten die technischen Berater den febi Gelenkspieltester vor, ein praxiserprobtes und bezahlbares Werkzeug zur Fahrwerksdiagnose, das über febi zu erwerben ist. Jörg Zimmermann über dieses praktische Tool: „Der  patentgeschützte Gelenkspieltester bietet schon  kleinen Werkstätten ohne Hebebühne enormen Nutzen. Es handelt sich um eine rollengelagerte Prüfplatte, die sich auf jedem glatten Untergrund einsetzen lässt. Hinzu kommen eine Radkralle für die Überprüfung der Hinterachse sowie ein Bremsenfeststeller.“

Zuverlässig prüfen lassen sich das Fahrwerk an Vorder- und

Hinterachse im Fahrzustand sowie die Radführungselemente, Traggelenke und Gummimetallverbindungen in sämtlichen Fahrsituationen wie Anfahren, Bremsen und Kurvenfahrt. Die Meisterschüler überzeugten sich ausgiebig selbst von der Funktionsweise, und schon vor Abschluss der Fahrwerksschulung war sich das versammelte Kfz-Kollegium einig, dass künftig auch der febi Gelenkspieltester in den Lehrwerkstätten der  Wilhelm-Maybach-Schule Einsatz finden wird. Jörg Zimmermann und Tilo Möckel freuten sich über die prompt ausgesprochene Einladung zu einer weiteren febi Schulung, sobald sich die Wilhelm-Maybach-Meisterschüler mit dem Thema Motorsteuerung befassen.

 

 

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